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Selbstgeschriebener Artikel über Diabetes

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Selbstgeschriebener Artikel über Diabetes

Beitragvon Malarkey » 30. September 2007 19:14

Hi,

Zurzeit mache ich ein Praktikum bei einer zeitung. Ich hab mal ein bisschen Eigeninitiative gezeigt und einen Artikel über diabetes geschrieben. Vielleicht wird er abgedruckt :) wenn es interessiert kann ihn ja lesen ^^

Über die Volkskrankheit Nr.1
Aus dem Leben eines Diabetikers
Mein Name ist Tim. Ich bin 17 Jahre alt und komme aus Großkrotzenburg. Zur Schule gehe ich in Grossauheim, Oberstufe der Lindenauschule. Obwohl ich eigentlich ein ganz normales Leben mit Schule, Hobbies, alltäglichen Problemen usw. führe, unterscheide ich mich doch von anderen Jugendlichen. Ich habe Diabetes mellitus Typ 1, eine Form von Diabetes. Im Volksmund wird Diabetes „Zuckerkrankheit“ genannt. An der Typ 1-Form erkranken Kinder und Jugendliche. In Deutschland gibt es etwa 550.000 Diabetiker dieses Typs. Die Tendenz ist steigend und Diabetes droht zur Volkskrankheit Nummer Eins zu werden.
Ich war 10 Jahre alt, als bei mir diese Krankheit diagnostiziert wurde. Einige Wochen vor dieser Diagnose waren bei mir alle typischen Krankheitssymptome festzustellen. Ich hatte unbändigen Durst, musste ständig auf die Toilette, nahm ziemlich viel ab und war immer müde.
Die Diagnose war zunächst ein Schock für mich und meine ganze Familie. Aber mit Hilfe eines tollen Teams im Krankenhaus lernte ich schnell diese Krankheit zu akzeptieren und mit ihr umzugehen.
An Diabetes Typ 1 erkrankt zu sein, bedeutet, dass die Bauchspeicheldrüse, die das Insulin produziert, völlig ihren Geist aufgegeben hat. Dem Körper muss das lebensnotwendige Insulin von außen zugeführt werden. Das geht nur, wenn man sich spritzt.
Insulin muss jeden Tag, morgens und abends, gespritzt werden und zu jeder Mahlzeit, die du essen willst, musst du dir wieder Insulin spritzen. Das ist zwar ziemlich lästig, ebenso wie die ständige Kontrolle der Blutzuckerwerte, aber man gewöhnt sich daran. Das nennt man eine ICT, eine intensivierte Insulintherapie. Es gibt noch einen zweiten Typ. Den haben meist ältere Menschen. Bei ihnen genügen oft nur die Einnahme von Tabletten und die Umstellung auf gesundes Essen, sowie Bewegung. Zurzeit bin ich bei der Behandlung meiner Krankheit ein ganzes Stück weiter gekommen. Ich habe nun eine Insulinpumpe. Eine Insulinpumpe ist ein kleiner, etwa zigarettenschachtelgroßer Computer, der mit Insulin gefüllt ist. Die Pumpe wird außen am Körper getragen, z. B. in der Hosentasche und ist über einen dünnen Schlauch und einen Katheter mit dem Körper verbunden. Die Pumpe gibt kontinuierlich Insulin ab, sodass ich immer eine bestimmte Menge Insulin zur Verfügung habe. Nicht einmal zum Essen muss ich zusätzlich spritzten, auch das macht das Gerät, nachdem ich die entsprechenden Daten eingegeben habe. Die Pumpe lässt sich einfach, wie ein Handy, bedienen. Nur den Blutzucker und die Broteinheiten (BE) der Mahlzeit eingeben und schon errechnet die Pumpe die richtige Menge an Insulin. Per Knopfdruck wird diese mittels Schlagbolzen aus der Ampulle in den Körper abgegeben. Der Vorteil dabei ist, dass auf ein zweites Insulin verzichtet werden kann. Auch muss ich mir nur alle zwei bis drei Tage einen Katheter setzen, durch den das Insulin in den Körper gelangt. Ständiges Stechen mit der Spritze ist also passé.
Letztes Jahr fand in Bad Sedeberg ein mehrtägiges Camp, nur für Diabetiker im Alter zwischen 16 und 25 Jahren statt. Es bot die Möglichkeit, sich mit vielen anderen Diabetikern aus ganz Deutschland auszutauschen. Neben
verschiedenen sportlichen Freizeitaktivitäten standen auch Workshops und Beratungen auf dem Programm. Die Jugendlichen konnten jederzeit einen Arzt befragen. Es waren immer genug Ärzte auf dem Zeltplatz. Das Programm war auch wirklich ansprechend. Jeden Tag spielte eine Band im Hauptzelt. Auch gab es größere Veranstaltungen, sowie einen Sporttag.
Durch dieses Camp habe ich, neben vielen neuen Leuten, auch ein Forum im Internet kennen gelernt, in dem sich junge Diabetiker austauschen. Es half mir persönlich in manchen Situationen weiter und füllte manche Wissenslücken. Man erfuhr auch viele über die Probleme anderer und freute sich ihnen weiterhelfen zu können. (www. diabetes-teens.net).
Ich habe relativ schnell begriffen, dass es mir als Diabetiker gar nicht so schlecht geht und dass man auch mit einer unheilbaren Krankheit gut leben kann.
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Beitragvon Nadine1 » 30. September 2007 19:21

ich finde den text klasse, wäre schön wenn er in die zeitung käme. vielleicht werden ja dadurch einige vorurteile von nicht betroffenen bei seite geschafft
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Beitragvon Vivian92 » 30. September 2007 20:12

Ich bin der selben Meinung, wie Nadine1. Wieder mal :wink: :lol:
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Beitragvon Dori » 1. Oktober 2007 12:40

sehr ansprechend geschrieben
was du vielleicht ändern könntest wäre, dass du deinen Satz zum Typ 2 weiter oben in deinem Artikel unter bringst. so als direkten vergleich zum Typ 1.

Und du hast Sedeberg geschrieben :wink: Segeberg soll das wohl heißen
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Beitragvon Tina » 1. Oktober 2007 13:06

ich finde das du den Artikel gut geschrieben hast. Gefällt mir sehr gut :!: :!:
Der erste Schritt bestimmt die Richtung.
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Beitragvon Matze081 » 1. Oktober 2007 14:53

Hi,

vielleicht noch ein Vorschlag zu dem Satz mit der Volkskrankheit. Ich würde dazwischen den Typ-2-Satz (wie Dori meinte) setzen, da diese Krankheit eine Volkkrankheit mit steigender Zahl u.a. bei Kindern ist, nicht so sehr Typ-1.
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Beitragvon Malarkey » 1. Oktober 2007 18:20

Segeberg wurde verbessert :wink: Die Überschrift wurde geändert vom Redakteur in Insulinpumpe in der Jeanstasche. Dann wurde der Aufmacher neu gemacht und eine kurze Einleitung hinzugefügt. den Text, den ihr oben seht steht jetzt in Gänsefüsschen darunter.
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Beitragvon Vivian92 » 1. Oktober 2007 18:22

Heist das er ist gedruckt worden?
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Beitragvon Malarkey » 1. Oktober 2007 18:25

noch nicht, glaub aber schon dass er das noch wird :)
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Beitragvon Vivian92 » 1. Oktober 2007 18:27

Na dann wünsch ich dir, dass er gedruckt wird!!
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Beitragvon Marcel » 3. Oktober 2007 14:39

Echt guter Text,,,wär cool wenn den irgenjemand drucken würde..kansch ja villeicht mal an irgendeine Zeitung schicken :wink:
:armeschwenk: ****have a nice day***** :armeschwenk:
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Beitragvon lisa90 » 3. Oktober 2007 21:51

ich finde den artikel auch echt klasse..und hoff dass er gedruckt wird...
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Beitragvon Malarkey » 5. Oktober 2007 19:16

Der Artikel ist ab Donnerstag, 4.10.07, als Einspalter veröffentlicht wurden. ganz am ende der zeitung :(
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Beitragvon Dori » 6. Oktober 2007 14:37

Malarkey hat geschrieben:Der Artikel ist ab Donnerstag, 4.10.07, als Einspalter veröffentlicht wurden. ganz am ende der zeitung :(

aber er wurde immerhin veröffentlicht!
in welcher zeitung denn?
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Beitragvon Malarkey » 6. Oktober 2007 16:14

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Beitragvon Tina » 6. Oktober 2007 17:57

freu dich doch das der Artikel überhaupt gedruckt wird ist doch egal ob der auf der ersten oder letzten Seite steht :wink:
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Re: Selbstgeschriebener Artikel über Diabetes

Beitragvon |-Phobie-| » 6. Oktober 2007 18:07

Malarkey hat geschrieben:Nur den Blutzucker und die Broteinheiten (BE) der Mahlzeit eingeben und schon errechnet die Pumpe die richtige Menge an Insulin. [/color]


Also bei mri muss ich das einstellen wie viel Einheiten Insulin sie abgibt..
was hast du denn für eine Pumpe..??

Oder verstehe ich den Satz falsch?
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Beitragvon Malarkey » 6. Oktober 2007 18:08

ja und wer liest bitteschön die letzte Seite ? wenn du dir ne zeitung käufst, guckste doch auch aufs titelblatt und net hinten nachm horoskop, dem quiz oder den todesanzeigen.
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Re: Selbstgeschriebener Artikel über Diabetes

Beitragvon Richard » 6. Oktober 2007 18:29

|-Phobie-| hat geschrieben:
Malarkey hat geschrieben:Nur den Blutzucker und die Broteinheiten (BE) der Mahlzeit eingeben und schon errechnet die Pumpe die richtige Menge an Insulin. [/color]


Also bei mri muss ich das einstellen wie viel Einheiten Insulin sie abgibt..
was hast du denn für eine Pumpe..??

Oder verstehe ich den Satz falsch?


Es gibt Pumpen die haben einen "Bolus-Expert" der errechnet die Menge die benötigt wird, dort müssen aber vorher die Faktoren eingegeben werden.

aber BTT
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Beitragvon Dori » 6. Oktober 2007 23:39

@Malarkey: Die Titelseite überfliege ich oft nur. Und ich lese auch die letzte Seite! Also glaub nicht, dass das keiner sieht!
Doris

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Beitragvon Malarkey » 10. Oktober 2007 12:56

Dori hat geschrieben:@Malarkey: Die Titelseite überfliege ich oft nur. Und ich lese auch die letzte Seite! Also glaub nicht, dass das keiner sieht!


Dann bist du eine von wenigen. Kompliment.
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Re: Selbstgeschriebener Artikel über Diabetes

Beitragvon HSM_FAN » 11. Juli 2008 13:22

Cooler Text. Habe selber in einem Schülerprojekt einen Artikel geschrieben.
Ihr könnt ihn euch ja mal angucken:

Mein Leben mit Diabetes

Viele Leute reden momentan über die neue Volkskrankheit Diabetes. Doch häufig wissen sie nicht, dass es dabei eine Typunterscheidung gibt. Die meisten Diabetiker, etwas über 90 Prozent, leiden an Typ 2. Doch es gibt auch eine Reihe von Typ 1-Diabetikern, etwa 250 000, wie die 14-jährige Johanna Blasberg.

Tanja: Kannst du kurz erklären, was Diabetes bedeutet?
Johanna: Ja, Diabetes ist eine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse, die dazu führt, dass der Zucker aus der Nahrung nicht mehr aufgespalten wird und so nicht mehr ins Blut gelangen kann.

Tanja: Worin liegt eigentlich die Typunterscheidung?
Johanna: Der Typ 2 ist der so genannte Altersdiabetes und wird durch Übergewicht, falsche Ernährung und zu wenig Sport verursacht. Der Typ 1 wird meistens vererbt und beginnt häufig im Kinder-und Jugendalter.

Tanja: Wie lange hast du schon Diabetes und wie wurde er festgestellt?
Johanna: Nachdem es mir lange nicht gut ging, bin ich am 2. November 2007 zum Arzt gefahren. Dieser hat mich mit einem Blutzuckerwert von 343 ins Krankenhaus geschickt. Der normale Blutzuckerwert liegt zwischen 80 und 120. Im Krankenhaus wurde ich auf Insulin eingestellt. Außerdem wurde ich unter anderem darin geschult, wie ich meine Mahlzeiten berechnen muss und was ich beim Spritzen beachten muss.

Tanja: Wie stark hat sich dein Tagesablauf bzw. dein Leben verändert?
Johanna: Nun ja, es ist eine große Umstellung, da ich zu jeder Mahlzeit zuerst meinen Blutzucker messen muss und dann die vorher berechnete Mahlzeit mit Insulin abspritzen muss. Aber das Schlimmste ist, dass ich die Krankheit für den Rest meines Lebens haben werde.

Tanja: Das muss sehr hart für dich sein!
Johanna: Ja, aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran, obwohl der Weg dorthin sehr schwer und mit starken Gefühlen verbunden ist.

Tanja: Worauf muss man als Diabetiker besonders achten?
Johanna: Es ist sehr wichtig, dass ich darauf achte, nicht zu viel oder zu wenig Insulin zu spritzen, da dies zu starken Schwankungen des Blutzuckers führt. Außerdem kann ein zu hoher oder zu niedriger Blutzucker zu einem so genannten "Diabetischen Koma" führen.

Tanja: Hier liegen deine Utensilien auf dem Tisch. Könntest du diese kurz erläutern?
Johanna: Da haben wir einmal das Blutzuckermessgerät und einen Pikser. Diese beiden Dinge brauche ich zum Blutzuckermessen. Dann habe ich noch meine Spritze, in der sich mein Insulin befindet. Außerdem muss ich immer Traubenzucker bei mir haben, um im Falle einer Unterzuckerung meinem Körper schnell Zucker zuzuführen.

Tanja: Vielen Dank für dieses Interview.



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