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Gefühle und Gedanken in einer Ketoazidose

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Gefühle und Gedanken in einer Ketoazidose

Beitragvon billa » 7. September 2007 20:41

Ich hab hier die Gedanken und Gefühle meiner letzten Ketoazidose aufgeschrieben.



Es ist 19:30. Ich sitze am PC. Chatten. Wie immer.
Mir ist schlecht, schon seit Stunden. Bz messen, keine Lust. Wieso auch?
Gut ist er nicht, das weiß ich. Aber es ist mir egal.
Mir ist schwindlig alles dreht sich. Ich hab Durst und mein Bauch tut weh. Vielleicht sollte ich schlafen gehn, morgen sieht die Welt schon ganz anders aus. Bestimmt!
Ich taumel vom Pc zum Bett. Beim vorbeigehn fällt mir mein BZ-Messgerät ins Auge. Vielleicht wäre es gut doch mal zu messen, nur um zu schauen, wie er ist.
Setze mich aufs Bett und messe BZ. Mist 480.
Sollte ich vielleicht einen Keto Test machen. Nein, es ist bestimmt keine Keto.
Ein wenig Insulin sollte reichen.
Ich denke nicht lange nach. Rechnen, nein, keine Lust und nachschauen auch nicht. 10 ie, ach ja das reicht schon bis morgen früh.
Also rein damit.
Wecker stellen um nochmal zu testen - nein keine Lust.
Zu aufwendig.
Bevor ich mich schlafen leg, lehr ich noch eine Flasche Wasser und lasse die Jalousien runter.
Ich schlafe ein.

Ich öffne die Augen. Mein Blick fällt auf den Wecker. Es ist genau 1 Uhr.
Mir ist schlecht ziemlich schlecht.
Ich greife nach meiner Wasserflasche, trinke einen Schluck.

Mich überkommt eine Welle der Übelkeit.
Ich renne.
Reiße die Tür auf.
Hänge über der Kloschüssel.
Nach dem alles raus ist drücke ich die Spülung.

Lehne mich zurück. An die kalten, weißen Fließen unseres Badezimmers. Es ist dunkel. In der Hektik, die Toilette zu erreichen, war mir der Lichtschalter egal.
Sitze an der kühlen Wand. Es is kalt. Ich zitter.
Ich fühle mich leer. Alles ist draußen. Schwach. Kann mich nicht rühren. Jeder Knochen, jeder Muskel schmerzt. Ein stechender Schmerz fährt mir durch die rechte Seite meines Bauches. Der Blutzucker. Er ist hoch. Zu hoch. Ich weiß es.

Ein Windstoß, des weit offen stehenden Badezimmers, streift meine nasse Stirn. Es ist kalt.
Ich bin verschwitzt. In dem Kampf mit den Bauchschmerzen und der Übelkeit, hat sich der Schweiß den Weg durch meine Poren gekämpft, um meine heiße Haut zu kühlen.
Mein Körper zittert. Die Zähne schlagen aneinader. Sie klappern. Es ist laut.
Der Schweiß auf meiner Stirn fühlt sich an wie Eiswasser.
Ich suche im Dunkeln nach einem Handtuch. Ergreife eins, es hängt noch leicht feucht vom letzten Duschen heute abend am Badewannenrand.
Lass mich erschöpft zu Boden sinken. Langsam gleite ich auf den Teppich. Er ist kalt. Aber weich. So schön weich wie immer.
Damals, als ich ihn im Kaufhaus entdeckte, ist er mir nicht aufgefallen wegen seiner langweiligen rechteckigen Form, oder der gewöhnlichen blauen Farbe, sondern wegen dem besonderen Stoff. Er hinterließ ein ganz besonderes Gefühl auf der Haut. Ich schloss die Augen und stellte mir vor, wie ich nach dem Duschen mit meinen noch nassen Füßen, den Teppich betreten würde. Ich würde mich sicher wohlfühlen!
Es war mühsam! Jeder Knochen, jeder Muskel schmerzte, bei jeder kleinen Bewegung.

Die 15 Kilo, die ich verloren hatte, waren zu sehn, man konnte jeden Knochen sehen. Die Hose saß nur noch auf meinen Huftknochen. Einige blaue Flecken übersäten meinen Körper. Ich knalle dauernd irgendwo dagegen. Man sieht jeden Knochen. Alles tut weh.
Ich muss zunehmen. Ich weiß es. Man sagts mir dauernd.
Ich sehe aus, wie die Mädchen aus dem Fernsehn, die sich so schön finden, wenn sie nur noch aus Knochen bestehen. Die magersüchtig sind oder Bulimie haben.
Doch ich sehe so aus, weil mich so eine scheiß Krankheit befallen hat, sie hat sich in meinem Körper ausgebreitet. Jeden Winkel erreicht. Mir die Kraft geraubt, die Kilos genommen, das Gefühl schön und attraktiv zu sein geklaut und die Lebensfreude entzogen.
Würde ich das alles wieder zurück bekommen? Oder ist es für immer verloren?

Unter meinen Kopf legte ich ein kleines Handtuch. Den Rest meines Körper bedeckte ich mit dem weiß blau gestreiften Frottehandtuch das an der Badewanne hing.
Es reicht nicht bis zu meinen Füßen. Sie sind kalt!
Die Wollsocken, die ich heute beim zu Bett gehen getragen hatte, hatte ich während der Nacht von meinen Füßen gestreift. Es war heiß. Zu heiß im Bett. Zu heiß für Wollsocken.
Nun warn sie kalt.
Das Fenster steht immer noch offen. Hatte nicht die Kraft aufzustehen und das Fenster zu schließen. Ich liege mitten im Bad auf dem weichen Teppich.
Meine Beine fest an den Körper gezogen und die Arme verschrenkt. So kommt es mir wärmer vor, so wird es vielleich mit der Zeit wärmer.
Ich sah von dort unten draußen den schwarzen Himmel. Heute ist es bewölkt. Keine Sterne am Himmel.
Und das Licht, das Schatten an die kahle Wand wirft kommt nicht vom Mond, sondern von der Straßenlaterne.

Ich friere. Trotz des Handtuchs und meines grünen Schlafanzugs.

Ich atme. Wie immer.
Es war mir nie richtig aufgefallen.
Wahrscheinlich weil es nie so schwer war wie jetzt.
Es fällt mir schwer. Der Brustkorb hebt sich.
Die Luft strömt durch meinen offenen Mund. Durch den Rachen hinab zur Luftröhre. Sie verteilt sich in meinen Bronchien, weiter zu den Lungenbläschen und ins Blut. Und mit dem Blut in alle Winkel meines Körpers.
Es ist anstrengend. Der Brustkorb so schwer.
Angst vergessen ihn zu heben.

Die Augenlieder werden immer schwerer. Sie fallen. Ich hoffe. Ich hoffe das Insulin wirkt.

Ich schlafe ein.

Ein leichter Windstoß blässt mir ein paar Haare ins Gesicht. Ich öffne die Augen. Es ist immer noch dunkel. Es ist immer noch Nacht!
Wielang hab ich geschlafen?

Über dem Spiegel hängt eine Uhr, sie hat leuchtende Zeiger.
Ich hab meine Brille nicht auf. Ich kann es nicht richtig erkennen.
Ich schätze. 3 oder 4 Uhr.

Ich liege immer noch auf dem Boden. Auf dem Teppich.
Ich fühle mich besser. Nicht mehr so schwach. Doch immer noch so kraftlos und leer. Mich quält ein unbendiger Durst.
Greife nach dem Rand der Badewanne, halte mich fest, versuche mich hochzuziehen. Ich rutsche, der Teppich rutscht.
Schaffe es nicht ganz, lehne am Mülleimer nur wenige cm vom Wasserhahn entfernt. Ich ziehe meinen schweren Oberkörper hoch. Mein Brustkorb hängt über dem Rand der Badewanne.
Geschafft.
Pause.
Lasse meinen Kopf hängen. Er hängt. Er ist schwer. Die Badewanne ist kalt. Aber es ist angenehm,ich schwitze. Es ist anstrengend. Ich atme schnell. Versuch mich zu beruhigen.
Drehe den Wasserhahn auf, hänge meinen Kopf mit dem weit geöffneten Mund darunter.
Ich trinke. Trinke so viel ich kann. Minuten lang. Mir kommt es vor wie Stunden.
Als endlich mein Durst gestillt scheint, setze ich mich mit dem Rücken gelehnt an die Badewanne.
Atme tief durch.

Ich muss ins Bett.
Halte mich am gegenüberliegenden Waschbecken fest und ziehe mich hoch. Ich stehe. Wacklig. Dennoch ich stehe. Ich laufe,ergreife alles ab den ich mich halten kann.
Die Tür ist greifbar. Den Gang entlang, es ist dunkel. Tappe mich entlang der Wand. Mein Zimmer.
Finde den Lichtschalter.
Ich lege mich ins Bett. Lösche das Licht. Will nur noch schlafen. Doch ich hab was vergessen.
Bz messen. Im Dunkeln tappe ich nach meinem Bz-Messgerät.
Öffne das Täschchen, die Teststreifendose, stecke einen Teststreifen in mein Gerät. Pickse mich. Alles geht automatisch, wie programiert. Nun öffne ich die Augen, quetsche einen kleinen Tropfen Blut aus meinem Finger. Der Teststreifen saugt ihn auf. Es piepst. Lehne mich zurück. Es piepst.
425. Mist. Will schlafen. Will mich nicht nochmal spritzen.Ich setze mich auf, ich weiß, dass ich da jetzt durch muss. Ich will nicht ins Krankenhaus.
Mein Pen liegt noch vom letzten Benutzen offen auf meinem Nachtkästchen. Nur die Kappe über der Nadel hat ich wieder drauf gemacht. Greife nach ihm, denke nicht lange. 15 ie sollten reichen. Falte bilden keine Lust. Ich ziehe mein T-Shirt hoch und rein in einer der bereits verhärteten Stellen.
In letzter Zeit, hatte ich keine Lust darauf zu achten die Stellen zu wechseln.
Faul. Stink faul.
Der Stich tat weh. Es ist mir egal. Ich drücke ab. Warte! Ziehe die Nadel raus. Auch die Nadel hat ich schon ewig nicht mehr gewechselt.
Ich schlafe ein.
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Beitragvon Djbee » 9. September 2007 18:12

Ich finde das hast echt voll gut& wunderschön geschrieben (sofern man das bei so einem thema sagen kann) obwohl es wirklich schlimm ist.

also: wirklich toll geschrieben
Diabetes ist nur wie ein aufwändiges Hobby.
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Beitragvon Steph » 9. September 2007 19:36

jaa.das finde ich auch :lol:
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Beitragvon Tina » 1. Oktober 2007 17:10

Ich finde das du die Gefühle und Gedanken einer Ketoazidose total gut dargestellt hast!
Der erste Schritt bestimmt die Richtung.
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Beitragvon Malarkey » 1. Oktober 2007 18:21

Ganz schön dramatisch. Hat Ansätze von nem Roman. Haste das wirklich alles so erlebt :?: Lyrisch auf jeden fall gut umgesetzt.
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Beitragvon Vivian92 » 1. Oktober 2007 18:58

Also, ich hatte in 11 Jahren so gut wie noch nie ne Keto( und wenn waren die ned schlimm). Aber kann es einem da wirklich so besch.... gehen? Ich kann mir das gar nicht vorstellen. Ich hatte vor 5 oder 6 Jahren, oder so nämlich mal nen guten 500 Wert und hab mich auch nicht so schlecht gefühlt.
Für einen Augenblick hielt der Himmel den Atem an,
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Beitragvon Matze081 » 1. Oktober 2007 20:00

Ich finde es auch wirklich gut beschrieben. Allerdings würde ich dir einbläuen, BZ zu messen ,)

Ne ... wirklich gut beschrieben, hoffe aber für uns alle, dass uns das nicht allzuoft im Leben passiert.
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Beitragvon Nadine1 » 2. Oktober 2007 09:08

jetzt weiß ich auch endlich was eine ketoazidose ist 8)

haste gut beschrieben :wink:
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Beitragvon billa » 2. Oktober 2007 20:05

Malarkey hat geschrieben:Ganz schön dramatisch. Hat Ansätze von nem Roman. Haste das wirklich alles so erlebt :?: Lyrisch auf jeden fall gut umgesetzt.


Ja damals hab ichs so erlebt und mir kam es wahrscheinlich schlimmer vor als es in Wirklichkeit war. Damals kamen auch noch einige andere Probleme hinzu und dann denkt und fühlt man so. :roll:
Ja ich wollte nicht nur einfach einen Text runter schreiben sondern es so gestalten, dass man es gut nachvollziehen kann. Ich hoffe, dass ich das einigermaßen hinbekommen hab.
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Beitragvon Tina » 3. Oktober 2007 11:40

Ich bin der Meinung das man die Situation voll gut nachvollziehen kann.
Der erste Schritt bestimmt die Richtung.
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Das war

Beitragvon Schokotorte » 8. Oktober 2007 12:38

echt gut! du hast es so geschrieben, das man es gut nachvollziehen kann. ich habe seit 6 jahren diabetes und hatte noch nie ein ketoazidose..aber jetzt kann ich mir ungefähr vorstellen, wie sich das anfühlt!

LG,

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Beitragvon billa » 8. Oktober 2007 14:18

Danke :)
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Re: Gefühle und Gedanken in einer Ketoazidose

Beitragvon hedera » 3. März 2008 01:09

auch wenn's schon älteren datums ist gebe ich meinen Senf dazu:

Sehr gut beschrieben, hab das ja selbst schon Xmal durchgemacht.
Nur kommen bei dem text diese höllenschmerzen nicht so raus...
Ich hatte immer Angst, ich würde es eines Tages nicht mehr überleben...
und trotzdem hab ich mich immer wieder in diese situation begeben...

ich hätte mich nicht getraut sowas zu schreiben.

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Re: Gefühle und Gedanken in einer Ketoazidose

Beitragvon Matze081 » 3. März 2008 17:35

hedera hat geschrieben:auch wenn's schon älteren datums ist gebe ich meinen Senf dazu:

Sehr gut beschrieben, hab das ja selbst schon Xmal durchgemacht.
Nur kommen bei dem text diese höllenschmerzen nicht so raus...
Ich hatte immer Angst, ich würde es eines Tages nicht mehr überleben...
und trotzdem hab ich mich immer wieder in diese situation begeben...

ich hätte mich nicht getraut sowas zu schreiben.

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Re: Gefühle und Gedanken in einer Ketoazidose

Beitragvon Vivian92 » 3. März 2008 17:53

Nur kommen bei dem text diese höllenschmerzen nicht so raus...


du meine güte das auch noch?! na wenn das nicht aufbauend ist *ironie*!!!
Für einen Augenblick hielt der Himmel den Atem an,
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Re: Gefühle und Gedanken in einer Ketoazidose

Beitragvon billa » 3. März 2008 19:20

hedera hat geschrieben:auch wenn's schon älteren datums ist gebe ich meinen Senf dazu:

Sehr gut beschrieben, hab das ja selbst schon Xmal durchgemacht.
Nur kommen bei dem text diese höllenschmerzen nicht so raus...
Ich hatte immer Angst, ich würde es eines Tages nicht mehr überleben...
und trotzdem hab ich mich immer wieder in diese situation begeben...

ich hätte mich nicht getraut sowas zu schreiben.

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Oh Dankeschön!
Ja ich fand sowas musste einfach mal niedergeschrieben werden.
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Re: Gefühle und Gedanken in einer Ketoazidose

Beitragvon Älme » 3. März 2008 21:56

Gut geschrieben ist es wirklich!!!

Allerdings hoffe ich, dass niemand von uns in eine solch krasse Situation kommt und wenn, dann, dass er wenigstens Hilfe bekommt. In einer solchen Situation sollte man nicht alleine bleiben bzw. auch nicht unbedingt einschlafen und falls Eltern/ Freunde nicht zur Unterstützung da sind, dann auf professionelle Hilfe setzten...
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Re: Gefühle und Gedanken in einer Ketoazidose

Beitragvon Ocrana » 26. März 2008 18:56

wirklich sehr gut geschrieben.

ic hatte es einmal und ich stimme dem text zu.

Ih hab mich wie nach einem Marathonlauf gefühlt eher ein Marathonlauf mit Grippe. Jeder Knochen, jeder Muskel hat gebrannt wie Feuer und man war einfach nur fertig und alles tat weh.
Man weiß im Hinterkopf, dass man handeln muss doch es ist sooo schwer sich aufzuraffen, den ar*** hoch zu bekommen.

man verfällt wirklich in eine "Null-Bock" Haltung.

Und sonst bleibt mir nur zu sagen, dass es wirklich sehr schön geschrieben ist. Es bringt dei gefahr sehr gut rüber!

Vielen Dank für so einen Text!
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Re: Gefühle und Gedanken in einer Ketoazidose

Beitragvon billa » 27. März 2008 17:40

Ocrana hat geschrieben:wirklich sehr gut geschrieben.

ic hatte es einmal und ich stimme dem text zu.

Ih hab mich wie nach einem Marathonlauf gefühlt eher ein Marathonlauf mit Grippe. Jeder Knochen, jeder Muskel hat gebrannt wie Feuer und man war einfach nur fertig und alles tat weh.
Man weiß im Hinterkopf, dass man handeln muss doch es ist sooo schwer sich aufzuraffen, den ar*** hoch zu bekommen.

man verfällt wirklich in eine "Null-Bock" Haltung.

Und sonst bleibt mir nur zu sagen, dass es wirklich sehr schön geschrieben ist. Es bringt dei gefahr sehr gut rüber!

Vielen Dank für so einen Text!


Dankeschön :wink:
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Re: Gefühle und Gedanken in einer Ketoazidose

Beitragvon hedera » 4. April 2008 21:10

Hey, sry, hatte vergessen auf "benachrichtigen" zu klicken...

Um ehrlich zu sein, ich weiß nicht, wie oft ich schon Ketos hatte. 3x war ich deswegen im KH und oft habe ich's selber wieder hingebogen. Meine Eltern sind ja vom Fach und inzwischen, weiß ich schon, was ich machen muss.

Kommt immer in xtremen Stresssituationen vor, wenn ich vor etwas sehr Angst habe. Dann kümmere ich mich nicht um mich, nehme mich kaum wahr und sehe in Ketos oft meine einzige Fluchtmöglichkeit. Nun, ich sollte dies wohl eher in Vergangenheit schreiben. Inzwischen kommt es wesentlich seltener vor, weil ich davor schon einschalten kann und reagiere, wenn mir xtrem schlecht ist.

Fragen an mich? dann bitte stellen :-)

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