ich habe vorhin angefangen einfach alles niederzuschreiben und dachte es würde mir helfen. Ich weiß noch nicht ob es mir wirklich hilft aber ich werde sehen. Ich musste das einfach mal loswerden .. ich bin noch nicht besonders weit aber wenn ihr Lust habt könnt ihr das ja mal lesen
Prolog
Vor ungefähr 14 Jahren fing alles an. Ich war noch nicht einmal zwei Jahre alt und kann mich deshalb nicht mehr daran erinnern wie sich plötzlich alles veränderte:
Meine Mutter hat mir erzählt, dass ich mich verändert habe: ich habe nur noch geweint und habe gar nicht mehr gelacht, wie ich es sonst immer tat. Irgendwann ist sie mit mir zum Arzt gegangen und dort erfuhr sie es dann. Diagnose: Diabetes Mellitus Typ 1. Für alle in der Familie war es ein Schock. Keiner konnte sich erklären, warum ich Diabetes bekam, denn ich bin die Erste in der gesamten Familie. Ich bin im Nachhinein froh, dass ich das damals alles nicht verstanden habe, denn ich denke damit aufzuwachsen ist einfacher, als es als Teenager zu bekommen. Auf die Diagnose hin folgte für mich ein Aufenthalt im Krankhaus für zwölf Tage. Während meines Aufenthaltes wurden meine Eltern geschult, sodass sie die Grundlagen beherrschen um sich um den Diabetes zu kümmern. In den letzten 14 Jahren hat sich viel verändert. Meine Eltern und ich haben viele Schulungen und einige Kuren mitgemacht und auch bei der Technik, die Hilft mit dem Diabetes klarzukommen hat sich viel verändert. Am Anfang musste ich mit normalen Spritzen gespritzt werden, dann kam der Pen, der vieles einfacher machte und nach 10 Jahren Diabetes bekam ich die Insulinpumpe.
Als ich vier Jahre alt war trennten sich meine Eltern und mein Bruder und ich lebten von da an bei unserer Mutter. Es war eine friedliche Scheidung und ich litt kaum darunter, doch von dort an verlor schon mein Vater den Überblick über meine Krankheit und war nicht mehr auf dem Laufenden. Als ich dann die Pumpe bekam kümmerte sich meine Mutter auch immer weniger darum und ich machte alles selbstständig. Natürlich muss das irgendwann kommen, doch ich fühle mich mittlerweile sehr alleine gelassen und die „Nicht-Diabetiker“ verstehen mich einfach nicht.
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Und jetzt bin ich hier. 16 Jahre alt, seit 14 Jahren Diabetes. In den letzten zwei Jahren hatte ich zwei Diabetische Entgleisungen und trotzdem hat keiner gemerkt, dass es mir schlecht geht. Ich liege abends in meinem Bett und weine mich in den Schlaf, weil ich einfach nicht mehr kann. Ich habe meine Eltern nie wegen des Diabetes weinen sehen, aber ich denke sie haben es oft getan. Es gab ein einziges Mal, da haben meine Mama und ich zusammen geweint. Wir waren bei einer Psychologin, die sich auf den Diabetes spezialisiert hat. Mittlerweile habe ich das Gefühl, dass das Gespräch nicht wirklich geholfen hat, aber zumindest habe ich es versucht. Ich habe schon diverse Diabetesschulungen besucht und habe mir danach immer vorgenommen alles besser zu machen. Dieser Vorsatz hat auch gehalten, jedoch nie besonders lange.
Ich habe seit ein paar Monaten immer zwischendurch mal Selbstmordgedanken, doch ich könnte mich nicht umbringen, denn dafür ist mein Gewissen einfach zu gut. Ja, es ist das einzige was mich hier noch hält – mein Gewissen.




