Information: You can change the language with the flags at the left site.

Probepumpe

In diesem Forum geht es zum Einen um die Pumpe im allgemeinen Sinn und zum Anderen im Unterforum Modelle um modellspezifische Probleme und die Vorstellung von Pumpen.

Probepumpe

Beitragvon sunny1210 » 1. März 2014 20:59

Hallo,ich bin mir nicht ganz sicher ob ich eine Insulinpumpe möchte oder nicht. Deswegen wäre meine Frage ist es auch möglich eine Pumpe erstmal zur Probe für ein paar Wochen oder Monate zuhaben, um dadurch fest zustellen ob es etwas für ein ist oder nicht? hat damit schon jemand von euch Erfahrung
bzw. dauert der Antrag lag und wird sowaas auch gennehmigt (falls es von Bedeutung ist ich bin bei der TK)?

Danke schonmal im vorraus
sunny1210
Zuletzt geändert von sunny1210 am 1. März 2014 20:59, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
sunny1210
Teststreifenhörnchen
Teststreifenhörnchen|Teststreifenhörnchen|Teststreifenhörnchen
offline offline
 
Beiträge: 55
Registriert: 22.01.2012
Wohnort: Frankfurt am Main
Geschlecht: weiblich
Alter: 22

Re: Probepumpe

Beitragvon Mmeginger » 1. März 2014 21:42

Hey,
also das ist auf jeden Fall möglich! Meine erste Pumpe habe ich damals auf einer Kur erstmal zum Ausprobieren bekommen, um mich daran zu gewöhnen und durfte sie auch mit nach Hause nehmen danach. Nach einigen Wochen wurde ich dann glaube ich aufgefordert, zu sagen, ob ich sie behalten möchte, oder nicht. Ich habe mich dann sogar nochmal umentschieden. In den Schulungen, die ich von Zeit zu Zeit gemacht habe, waren auch immer Leute dabei, die bis dahin Pens benutzt haben und die in der Zeit dann mal unterschiedliche Pumpen ausprobiert haben. :wink:
Wie das mit den Anträgen läuft, kann ich dir allerdings nicht sagen, ich vermute mal, dass es einfacher, oder sagen wir mal unkomplizierter, ist, wenn man sich gerade in einer Schulung/Kur befindet-unmöglich ist es aber meiner Erfahrung nach auch zu Hause nicht! :wink:
Benutzeravatar
Mmeginger
Frischling
Frischling|Frischling|Frischling
offline offline
 
Beiträge: 2
Registriert: 01.03.2014
Wohnort: Schleswig-Holstein
Geschlecht: keine Angabe
Alter: 20

Re: Probepumpe

Beitragvon sunny1210 » 4. März 2014 08:20

Ok gut Danke Mmeginger für deine Antwort.
Benutzeravatar
sunny1210
Teststreifenhörnchen
Teststreifenhörnchen|Teststreifenhörnchen|Teststreifenhörnchen
offline offline
 
Beiträge: 55
Registriert: 22.01.2012
Wohnort: Frankfurt am Main
Geschlecht: weiblich
Alter: 22

Re: Probepumpe

Beitragvon Amokhunter » 14. März 2014 20:03

Zur TK kann ich nichts sagen, aber allgemein sind Kassen eher zurückhaltend was die Sache mit der Pumpe anbelangt, wenn kein Medizinischer Grund vorliegt. Ist halt ein hübscher Unterschied von einigen € von ITC zu CSII.

Punkte die für eine Pumpe sprechen:
- Dawn-Phänomen
- nächtliche und/oder häufige Hypoglykämien
- Hypoglykämie-Wahrnehmungsstörung
- Verbesserung der Diabeteseinstellung, von HbA1c und Blutzuckerschwankungen, besonders bei Folgeerkrankungen
- große Insulinsensitivität, geringer -bedarf
- geplante Schwangerschaft
- Alter unter sechs Jahren

Was Tante Goggle noch nach kurzer Suche ausgespuckt hat:
Die Pumpe selbst und das Verbrauchsmaterial machen das System zu einer teuren Therapieform. Eine Insulinpumpe kostet in Deutschland etwa 3600 Euro. In einer Schwerpunktpraxis wurden die Tagestherapiekosten auf 12,36 Euro geschätzt, im Vergleich zu 6,22 Euro für die Pentherapie.

Der Medizinische Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen (MDK) hat nach kritischer Bewertung der Studienlage eine sozialmedizinische Stellungnahme zur Pumpentherapie auf seinen Internetseiten veröffentlicht. Danach ist die Kostenübernahme nach einer Einzelfallprüfung zu gewähren, besonders, wenn
trotz ICT bei mehreren Insulininjektionen täglich keine stabile normoglykämische Blutzuckereinstellung erreicht werden konnte, zum Beispiel wegen einer hohen Stoffwechsellabilität oder bei unregelmäßigem Lebensrhythmus, hier insbesondere bei häufig wechselndem Tag-Nacht-Rhythmus, etwa bei Schichtarbeit;

eine Neigung zu schweren, insbesondere nächtlichen Hypoglykämien vorliegt;

ein deutlich erhöhter Insulinbedarf in den Morgenstunden, zum Beispiel ein ausgeprägtes Dawn-Phänomen, besteht;

Diabetikerinnen mit Kinderwunsch und während einer Schwangerschaft einen schwierig einzustellenden Stoffwechsel kompensieren müssen, wobei der Pumpeneinsatz auf die Schwangerschaft begrenzt sein kann.

Im Einzelfall sieht das Hilfsmittelverzeichnis auch eine Pumpentherapie in anderen Fällen vor, zum Beispiel bei Patienten mit ausgeprägten Symptomen durch Spätkomplikationen, die eine normoglykämische Blutzuckereinstellung erfordern.

Der MDK verlangt zur Begutachtung die Blutzuckerprotokolle und eine ärztliche Indikationsstellung, bevor die Therapie versuchsweise begonnen wird. Die Erklärung der Kostenübernahme durch die Krankenkasse ist wichtig, da nur dann die Verbrauchsmaterialien erstattet werden. In den letzten beiden Jahren hat es vermehrt Ablehnungen gegeben, sodass Diabetologen und MDK derzeit intensiv um die rechtlichen, medizinischen und medizinethischen Fragen von Kostenübernahme und -ablehnung ringen.


Kurz gesagt: Wenn einer oder gar mehrere Punkte von der Indikatorliste abgehakt werden können und dein Arzt dir ansonsten eine gute Disziplin im Handling deines Diabetes bescheinigt, dann sollte der Antrag eigentlich durchgehen. Vielleicht nicht unbedingt beim ersten Versuch, also dran bleiben. Und was die Pumpe an sich anbelangt: Ja man muss sie immer mit sich rumschleppen, aber die Vorteile die sie bringt und die Flexibilität möchte ich nicht mehr missen.
Jeder Idiot kann etwas wissen. Entscheidend ist das Verständnis. -Albert Einstein
It's easy if you don't give a crap about them. That's a good thing. - House, M.D.
Benutzeravatar
Amokhunter
Teststreifenhörnchen
Teststreifenhörnchen|Teststreifenhörnchen|Teststreifenhörnchen
offline offline
 
Beiträge: 81
Registriert: 07.07.2013
Wohnort: Ober-Olm
Geschlecht: männlich
Alter: 36


Zurück zu Pumpenforum



Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste