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Frage zu MiniMed Paradigm

In diesem Forum geht es zum Einen um die Pumpe im allgemeinen Sinn und zum Anderen im Unterforum Modelle um modellspezifische Probleme und die Vorstellung von Pumpen.

Frage zu MiniMed Paradigm

Beitragvon bea2311 » 16. Dezember 2010 14:02

Hallo!

Ich bin zwar schon ein alter Diabetiker-Hase, hatte aber noch nie eine Pumpe. Ich überleg schon die ganze Zeit, welche Vorteile eine hat. Ich bin unter anderem auf die MiniMed Paradigm gestoßen - was habt ihr für Erfahrungen gemacht. Soviel ich mitbekommen habe, gibts da auch einen Blutzuckersensor, der die Werte automatisch an die Pumpe weitergibt - heisst das, dass ich nicht mehr zusätzlich messen muss, sondern den aktuellen Wert einfach ablese? Und spritzen müsste ich dann auch nicht mehr ständig, weil ich alles über die Pumpe machen kann? Hab erst im Jänner bei meiner Diabetologin einen Termin.

Wie funktioniert das genau mit einer Pumpe - ich hab Angst, ich check das nicht!

Bea
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Re: Frage zu MiniMed Paradigm

Beitragvon Sophie » 16. Dezember 2010 14:49

Hier hast du mal ein paar Infos zur Veo:

viewtopic.php?f=58&t=2264


Ja, es gibt einen Sensor, aber der muss erstmal von der Krankenkassen genehmigt werden, was, glaube ich, nicht immer ganz einfach ist. Das Messen fällt dennoch nicht ganz weg. Das System ist noch nicht so ausgereift, dass man sich auf die angezeigten Werte 100% verlassen kann. Man sollte deshalb immer noch zusätzlich messen.

Eigentlich ist das System der Pumpe ganz einfach. Viel verstehen muss man da nicht. Trotzdem gibt es genügend Schulungen, die ich auch empfehlen würde, mitzumachen. Du kannst deinen Arzt ja einfach mal fragen, ob er dir das Prinzip erklären würde. Und wenn man sich dann entschieden hat und die Pumpe auch von den Krankenkassen bewilligt wird, dann bekommt man meistens eh eine Schulung in der man viele Fragen stellen darf, falls sie nicht schon durch die Schulung bewantwortet werden.

Spritzen musst du eigentlich nicht mehr. Man legt sich alle drei bis fünf Tage einen neuen Katheter. Über den wird dann regelmäßig das Insulin injiziert. Die Basalrate (beim Pen das Basalinsulin) wird in minütlichen Abständen über den Katheter abgegben. Sie wird einmal eingestellt und läuft dann meistens ohne Probleme durch, d.h. da musst du meistens über Wochen hinweg nichts ändern und dich darum auch nicht kümmern. Falls du merkst, dass sich deine Basalrate aufgrund von Krankheiten, Sport oder auch einfach mal so ändern sollte, sollte man sie natürlich anpassen.

Den Bolus (beim Pen das Kurzzeitinsulin) verabreicht man sich im Prinzip über ein paar Knöpfe. Die jeweiligen Einheiten muss man trotzdem noch errechnen. Mittlerweile gibt es jedoch Systeme (den Bolus Expert), der dir auch beim Errechnen der notwenigen Einheiten viel Arbeit abnimmt. Sonst kann man die Menge an Einheiten auch manuell eingeben.

Ich würde einfach mal meinen Arzt fragen, ob er dir ein paar Informationen zur Pumpe geben kann oder mirs einfach selber aus dem Internet oder hier aus dem Forum anlesen.
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Re: Frage zu MiniMed Paradigm

Beitragvon Mommy » 16. Dezember 2010 15:02

So weit von Sophie schon ganz gut beschrieben, wollte nur nochmal was zur Liegdauer der Katheter (oder auch Infusionssets) sagen.
Es gibt die mit Stahl- oder mit Teflonkanüle und sollten eigentlich nicht länger als 2-3 Tage liegen! Die Insulinaufnahme wird schlechter und das Infektionsrisiko steigt.

Gruß
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Re: Frage zu MiniMed Paradigm

Beitragvon JuliaR » 16. Dezember 2010 15:56

ich kenne das gefühl ich hatte auch erst angst ob ich das mit der pumpe verstehe und auf die reihe bekomme aber mit ner pumpenschulung klappt das ganz gut und zum schluss kann man alles im schlaf ;) ich hatte erst eine paradigm aber nun habe ich die accu chek combo
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Re: Frage zu MiniMed Paradigm

Beitragvon paule » 16. Dezember 2010 23:02

Das System ist noch nicht so ausgereift, dass man sich auf die angezeigten Werte 100% verlassen kann. Man sollte deshalb immer noch zusätzlich messen.


Das System ist schon ausgereift, das Problem ist jedoch das an einer anderen Stelle gemessen wird, und nicht im Vollblut. D.h. das Messen bleibt einem nicht erspart.

Ich war auch lange Zeit gegen eine Pumpe, habe mich dann aber nach einem Treffen mit anderen Diabetikern zur Pumpe entschieden. Heute möchte ich die Pumpe nicht mehr hergeben. Das mit dem Sensor ist problematisch zu genehmigen, aber schon die Pumpe allein bringt schon einen wahnsinnigen Sprung in der Lebensqualität!
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Re: Frage zu MiniMed Paradigm

Beitragvon Richard » 16. Dezember 2010 23:21

paule hat geschrieben:
Das System ist noch nicht so ausgereift, dass man sich auf die angezeigten Werte 100% verlassen kann. Man sollte deshalb immer noch zusätzlich messen.

Das System ist schon ausgereift, das Problem ist jedoch das an einer anderen Stelle gemessen wird, und nicht im Vollblut. D.h. das Messen bleibt einem nicht erspart.

Es wird der Glucose Wert / Konzentration im Zellzwischenraum bestimmt, dieser ist rund 10-15min hinter der Glucose Konzentration im Blut. Das ist der Unterschied. Dies hat nichts mit ausgereift oder nicht zu tun und auch nicht mit der Stelle an sich. Es ist einfach nur ein anderes "Messverfahren", da eine Messung im Blut auf Dauer nicht möglich ist, alleine Schon daher das das Blut verkleben würde und kein neues Blut den Sensor erreichen könnte ... dies Problem hat man auch jetzt wenn man ein Blutgefäß beim Setzen des Sensors trifft.

Um einen Verlässlichen Wert über den Sensor zu erhalten sollte man diesen 2-4 mal pro Tag kalibrieren mittels einen normalen BZ Messung. Dabei ist es nicht relevant ob im Vollblut oder Plasma ... die meisten Schätzeisen sind mittlerweile auch Plasmakalibriert ;)
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Re: Frage zu MiniMed Paradigm

Beitragvon hoepfl » 1. Januar 2011 15:58

also ich hab die medtronic veo und hatte auch schon solch einen sensor. ich war sehr begeistert da er 286 mal (ca) misst und ich immer genau sehen kann wie mein bz verläuft. doch der sensor ist keine dauer lösung und außerdem muss man immer wieder den bz mit dem gerät messen. jedoch ist es ein großer vorteil, dass man nicht mehr spritzen muss.
der sensor vibriert auch sehr stark wenn man zu hoch oder zu niedrig ist.
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