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DDG 2008

News zu Diabetes-Teens.net und Aktionen von uns

DDG 2008

Beitragvon Richard » 3. Mai 2008 21:40

DDG 2008, München, 43. Jahrestagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft

Auch dieses Jahr waren wir wieder auf dem DDG vertreten um uns auf den aktuellen Stand der Diabetologie in Deutschland zu bringen. Das diesjährige Motto „Unsere Verpflichtung: den Diabetes verhindern, Menschen mit Diabetes als Individuen behandeln“, lässt schon erahnen das es dies Jahr hauptsächlich um die Behandlung und Betreuung von Typ-2 Diabetikern ging. Aber auch das aktuelle Problem der Kosten in der Diabetesbehandlung war ein Thema, das Thema Insulinanloga wurde zwar nicht in den Vordergrund gestellt, war jedoch allgegenwärtig.
Große Neuheiten gab es dies Jahr nicht, aber es gab die neuen Farbigen OneTouch® UltraEasy® zu bestaunen und die Firma hmm stellte ihre Bluetooth fähigen Messgeräte vor.
Des weiteren wurden Medikamente zur Blutdrucksenkung vorgestellt und Hilfsmittel von der Massageliege bis zum gesunden Drink für zwischendurch.
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Dies Jahr waren wir aber nicht nur als Besucher dort, sondern auch als Referenten auf dem Symposium der Novo Nordisk Akademie. Das dortige Thema war „Diabetes mellitus Typ-1 in jedem Lebensalter“. Für uns war es eine ganz neue Erfahrung an einer solchen Veranstaltung teilzunehmen, in einem Saal der für rund 750 Besucher ausgelegt war, kamen am Frühen morgen, denn des Symposium begann schon um 8Uhr, über 1000 Besucher. Es herrschte Uni Stimmung, die Menschen setzten sich in die Gänge oder standen an den Wänden. Einige sind nicht mehr in den Saal gelassen worden.
Nach einer kurzen Einleitung durch Hansruedi Stahel (Novo Nordisk, u.a. Organisator Camp-D, Leiter der Novo Akademie).Er stellte auch „Gottfried den 2.“ vor, Gottfried ist ein Schweinehund, der jedem von uns selbst bekannt sein sollte.
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Prof. Thomas Danne begann mit der Vorstellung einiger Ergebnisse aus dem DAWN Youth Web Survey. Er verdeutlichte, wo Jugendliche, aber auch die Eltern die größten Probleme in der Diabetestherapie sehen. Die Kompetenz der Diabetologen in Deutschland schnitt im Internationalen Vergleich sehr gut ab, viele Jugendlichen fühlen sich sehr gut betreut. Das Problem „Schule“ wurde recht deutlich, sowie der Wunsch nach mehr Aufklärung der Bevölkerung über den Diabetes Typ-1. Auch zeigte er die Zusammenhänge zwischen dem HbA1c und der Qualität der Diabetes-Zentrums, woran man erkennen konnte, dass ein engagiertes Zentrum den HbA1c positiv beeinflusst.
Dann waren wir zusammen mit Frau Dr. Karin Lange auch schon dran, unser Thema war „Endlich erwachsen: Selbst Verantwortung übernehmen“. Frau Dr. Lange schilderte aus der wissenschaftlichen Sicht die Problem und Ängste junger Diabetiker, wir brachten dann unsere Erfahrungen ein und gaben praxisnahe Beispiele zu dem Themen:
  • Entwicklungsaufgaben und Situation junger Menschen 2008
  • Therapieverantwortung übernehmen: den passenden Kooperationspartner finden
  • Traumberuf mit Diabetes oder nur der Traum vom Beruf
  • Partnerschaft und Kinder – mit Diabetes?
  • Wann kommen denn nun die Folgeerkrankungen?
Es ging vor allem darum, was die Familie aber auch Diabetologen/innen und Diabetesberater/innen beachten sollte.
Nach unserem Beitrag kam Hansruedi Stahel mit dem Thema „Wenn Eltern schwierig werden“ wo es vor allem um die Kommunikationsprobleme zwischen Eltern und Jugendlichen, aber auch zwischen Arzt und Patient, ging. Auf gewohnt lockerer Art wurde das doch schwierige Thema angegangen und interessant bewältigt.
Als letzten Referenten berichtet Dr. Rolf Renner über die „Ambitionierte Therapie des Typ-1 Diabetes einschließlich LADA“ es ging um die Selbstregulation des Blutzuckers (Glukosetoxizität), einer idealen Verteilung und Verwendung von Insulin (z.B. das Basalinsulin für den Tag nicht am Morgen zu spritzen sondern am Mittag) und dem speziellen LADA - Diabetes (Diagnosenstellung und Behandlung).
Das gesamte Symposium überzog um 35min, dennoch blieben die meisten bis zur letzten Minute im Saal.
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Katarina Braune (Lithium), Gottfried der 2. (der Innere Schweinehund), Richard Schlomann

Die Stimmung war gigantisch, es war sehr eindrucksvoll dies einmal aus der anderen Sicht zu erleben. Das Lampenfieber verflog recht schnell und es machte uns Spaß mit Frau Lange zusammen zuarbeiten. Es kam auch Diabetes-Teens.net in Gespräch und wir erhielten einen hohen Zuspruch für unser Projekt. Im Anschluss und im weiteren Verlauf der Tagung ergaben sich noch viele interessante Gespräche.
Wir trafen auch ein bekanntes Gesicht, für alle die beim Camp-D 2006 dabei waren. Unser Betreuer Dirk stellte die Projekte Novo Akademie und Camp-D den Fachbesuchern vor. Er hat uns ganz fest versprochen das er und Henk auch dieses Jahr wieder beim Camp unsere Betreuer sind.
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Abgerundet wurde die Tagung mit dem Gesellschaftsabend im Paulaner am Nockherberg. Dort wurde neben einem guten Essen ein gemischtes Programm geboten, das sehr unterschiedlich ankam, eine etwas gewöhnungsbedürftige Rede, die keinen großen Anklang fand, wurde mit einer Musikalischen Gruppe namens „Alpensperrmüll“ wieder gut gemacht, welche auf selbstgebauten kuriosen Instrumenten einige bekannte Musikstücke auf eine etwas besondere Art vorstellten.
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Mit diesem Abend wurde auch für uns der diesjährige DDG Besuch beendet, man darf gespannt sein was uns im nächsten Jahr in Leipzig erwartet.

Katarina Braune (Lithium) und Richard Schlomann für und Diabetes-Teens.Net
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Re: DDG 2008

Beitragvon sansha » 3. Mai 2008 21:59

Hallöchen ihr 2,

als ich euch auf dem DDG gesehen habe wußte ich, dass es mal wieder an der Zeit ist, in eurem super Forum vorbeizuschauen. Da stellte ich fest, dass es meinen Zugang gar nicht (mehr?) gibt, musste mich also erst nochmal anmelden. Richard, ich glaube wir kennen uns nicht, aber Kathi, du bist mir über die "Diabetes-Kids" bekannt, wir haben uns mal auf einem Edersee Treffen oder so gesehen.

Ich muss sagen, ich war seher beeindruckt von eurer Spontanität im Symposium von Novo Nordisk. Kann euch nur die Daumen ganz feste drücken und viel Erfolg für eure private und auch Forumsszukunft wünschen!

Viele Grüße Sandra Reinert
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Re: DDG 2008

Beitragvon Lithium » 3. Mai 2008 22:12

Hallo Sandra,

natürlich erinnere ich mich noch an dich. Grüß dich! :tach: Schön, dass du uns besuchst, und dass dir unser Symposium gefallen hat.
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Re: DDG 2008

Beitragvon Richard » 13. Oktober 2008 22:27

Es ist zwar schon länger her habe hier aber einen tollen Bericht gefunden:
schattenblick.de hat geschrieben:Erwachsene Kinder

Wenn Kinder erwachsen werden, bringt das neue Herausforderungen mit sich. Und wenn dann noch ein Diabetes vorliegt, erst recht. Dieser Herausforderung haben sich Katarina Braune aus Dresden und Richard Schlomann aus Rostock gestellt; sie sind beide aktiv im Internetforum diabetes-teens.net. Katarina befindet sich gerade im Medizinstudium, Richard in der Ausbildung zum medizinischen Dokumentar. Wie sieht der Übergang ins Erwachsenenleben aus? "Die Erwachsenen haben den jungen Leuten eine Menge Dinge mit auf den Weg gegeben", sagte PD Dr. Karin Lange (Hannover). Und wenn in diesen ersten Phasen vieles gut gelungen ist, sind die Probleme, die durch die neue Lebensphase entstehen, aus ihrer Sicht eher gering. Neben der zunehmenden Selbständigkeit, der steigenden gesellschaftlichen Verantwortung und der neuen Orientierung in sozialen Gruppen spielt der Diabetes in der Phase eine besondere Rolle.

"Sich selbst organisieren"


"Man muss in der Lage sein, sich selbst zu organisieren und die Sache ruhig anzugehen", z. B. bei der Suche nach einem neuen Arzt, meint Katarina. An den Arzt stellt sich die Anforderung, sagt Richard aus Erfahrungen aus dem Internetforum, dass er auch auf die Fragen und Probleme junger Menschen eingehen kann - man soll sich auf den Besuch beim Arzt freuen können. "Es gibt ja sicherlich auch eine emotionale Bindung an das Diabetesteam, während ein neuer Therapeut langsam erst diese positive Beziehung aufbauen muss", ergänzte Lange.

Ein anderer Aspekt ist die Möglichkeit der Berufsausbildung: Studien zeigen, dass Diabetes Schulleistungen nicht negativ beeinflusst; auch im Berufsleben gibt es keine Nachteile durch die Erkrankung - objektiv. Subjektiv werden immer wieder Nachteile empfunden, sagt Lange. "Wir sollten die jungen Leute vor allem davor schützen, sich selbst zu diskriminieren." Im Vordergrund müssen wie auch bei jungen Menschen ohne Diabetes die eigenen Fähigkeiten stehen.

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